Freiwillige Feuerwehr Breitungen/ Werra
-Einsätze-

Übungen im Jahr 2011:
 

- 2. Ganztagsschulung am 05.11.2011: Gefahrgut (Quelle: Freies Wort)

 

Übung macht die Meister

In Breitungen steht das brisante Thema Gefahrgut regelmäßig im Ausbildungsplan der Kameraden. Diesmal im Rahmen einer Ganztagsschulung.

Von Annett Recknagel

Im Sanitärbereich des Breitunger Feuerwehrgerätehauses gab es eine undichte Stelle, an der eine unbekannte Flüssigkeit heraustropfte. Eine genaue Lageerkundung übernahmen die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr. Wobei das angenommene Szenario sich nicht einfach darstellte: Die Wehrleute mussten die Chemikalienschutzanzüge (CSA) anlegen. Das war nur ein Teil der Ganztagsschulung im Breitunger Feuerwehrgerätehaus, an der 22 Wehrleute teilnahmen. Diesmal drehte sich alles um Gefahrgut.

Ortsbrandmeister Jürgen Beck bezeichnete diesen Teil der Ausbildung als eine wichtige Sache, weil die Breitunger Feuerwehr mit dem Gerätewagen Gefahrgut für Umwelt- und Messtechnik (GWG Mess) im Gefahrgutzug des Landkreises integriert ist und zudem als Wehr mit überörtlichen Aufgaben gilt.

Außerdem hat die Gefahrgutübung unlängst an der Skihalle in Oberhof (wir berichteten) gezeigt, dass es auf dieser Strecke noch einen Nachholbedarf bei den Wehren gibt. In Breitungen steht das Thema Gefahrgut regelmäßig im Ausbildungsplan der Kameraden. "Mit dieser Ganztagsschulung wollen wir insbesondere eine theoretische Basis legen", stellte Beck heraus.

Mit Theorie über den Strahlenschutz begann die Ausbildung in den Morgenstunden. Anschließend wurden die 22 Kameraden in vier Gruppen aufgeteilt. Dementsprechend gab es einen Stationsbetrieb. Bei Christoph Gattinger hatten die Wehrleute die wohl anspruchsvollste Aufgabe.

Im großen Schulungsraum galt es, die Chemikalienschutzanzüge anzulegen. Im Ernstfall sind dafür fünf Minuten vorgesehen. "Das ist schwierig, aber machbar", meinte Kreisausbilder Markus Schmidt. Beim Anlegen der CSA muss immer ein Kamerad behilflich sein. "Ohne Üben geht das gar nicht", sagte Christoph Gattinger, der seinen Kollegen sehr genau auf die Finger schaute. Maximal 20 Minuten darf ein Feuerwehrmann in den Schutzanzügen bleiben, weitere zehn Minuten stehen für die Dekontamination zur Verfügung.

 

Wertvolle Informationen über atomare, biologische und chemische Gefahren vermittelte Markus Schmidt den Wehrleuten an der zweiten Station. Insbesondere kam es ihm hier darauf an, ihnen das Vorgehen an der möglichen Einsatzstelle plausibel zu machen. Kommt es im Notfall doch zuerst darauf an, herauszufinden, mit welcher gefährlichen Substanz man es zu tun hat. "Ebenso wichtig sind auch die damit zusammenhängenden weiteren einzuleitenden Maßnahmen", so Schmidt.

 

Zyklischer Rhythmus

Nicht minder anspruchsvoll waren die beiden übrigen Stationen. Tobias Bähring erklärte den Wehrleuten spezielle Prüfröhrchen und Sebastian Kleimenhagen übernahm dies für Messgeräte. Eine derartige spezielle Ausbildung ist in Breitungen nichts Neues. Die zum Gefahrgutzug gehörenden Kameraden werden regelmäßig an der Landesfeuerwehrschule in Bad Köstritz in diesen Dingen ausgebildet.

Weil alle 20 Atemschutzgeräteträger der Breitunger Wehr theoretisch auch zum Anlegen der CSA befugt sind, wird der Umgang mit Gefahrgut in der Wehr ebenso zyklisch geübt. "Bisher hatten wir diesbezüglich noch keinen Einsatz", sagt Ortsbrandmeister Beck. Vorbereitet aber müsse man immer sein. Schließlich gibt es in Breitungen mit dem Leuchtstoffwerk und der Galvanik zwei Unternehmen, die permanent mit gefährlichen Substanzen arbeiten.

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- 1. Ganztagsschulung am 09.04.2011: Technische Hilfeleistung -

Im April fand unsere erste Ganztagsschulung für das Jahr 2011 statt. Schwerpunkt war die Technische Hilfeleistung. Denn nur noch selten wird die Feuerwehr zum Löschen eines Feuers gerufen. Statt dessen heißt es immer öfter “Verkehrsunfall!“.

Um bei diesem Thema richtig gewappnet zu sein, haben sich die Mitglieder des Feuerwehrausschuss einige heikle Situationen und später Stationen überlegt, wo jeder erstmal genau überlegen musste : Wie handel´ ich patientengerecht?

Bei der ersten Station war ein Fahrzeug auf das Dach geschleudert worden und ist auf einem Betonklotz gelandet.

An der zweiten Station ist ein Auto hinter einem Holzlaster her gefahren und ein Baumstamm hat sich gelöst.

An der dritten Station musste ein Fahrzeug von einer Leitplanke getrennt werden und an der vierten Station konnte man den „RuckZuck“ und die Hebekissen testen. Der Schwierigkeitsgrad an den ersten drei Stationen war besonders hoch, da immer Patienten im Fahrzeug eingeklemmt waren. Mehr zu dem Thema seht ihr anhand der Bilder.

1. Ganztagsschulung 2011 1. Ganztagsschulung 2011
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1. Ganztagsschulung 2011

 


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